Birkin Bag & Birkin-Tasche: Preis, Wert und Leitfaden für Investoren

Elizabet Luso

Mode Expertin & Geschäftsführerin

9 min. Lesezeit
verfasst am 26.06.2026

Was kostet eine Birkin-Tasche wirklich? Die kurze Antwort: Eine neue Hermès Birkin-Tasche kostet ab rund 9'000 CHF, seltene Exemplare können sogar in den Millionenbereich reichen. Doch der Preis einer Birkin-Tasche ist nur die halbe Wahrheit. Dieser Leitfaden zeigt dir, welche Faktoren den Preis bestimmen, warum die Tasche so teuer ist, wie sich ihr Wert entwickelt und wie du sie in der Schweiz sicher aus zweiter Hand kaufen kannst.

Was kostet eine Birkin-Tasche? Die Preise im Überblick

Der Preis einer Birkin-Tasche hängt vor allem von Größe, Leder und Ausstattung ab. Als grobe Orientierung für Neupreise bei Hermès:

  • Birkin 25: ab etwa 9'000 bis 11'000 CHF (Standardleder wie Togo oder Epsom)
  • Birkin 30: etwa CHF 11'000 bis 14'000
  • Birkin 35: etwa CHF 12'000 bis 15'000
  • Exotenleder (Krokodil, Alligator, Strauß): schnell das Drei- bis Zehnfache

Auf dem Gebrauchtmarkt liegen die Preise je nach Modell teilweise darunter, bei besonders gefragten Größen und Farben aber auch deutlich darüber. Die Birkin gehört zu den wenigen Taschen, die gebraucht mehr kosten können als neu.

Birkin-Taschenpreis: Diese Faktoren bestimmen ihn

Größe

Die Birkin 25 ist derzeit die begehrteste Größe und erzielt die höchsten Aufschläge. Die 30er gilt als der praktischste Allrounder, die 35er ist geräumiger, aber weniger gefragt.

Lederart

Togo und Clemence sind robuste Klassiker im Standardsegment. Epsom behält die Form besonders gut bei. Exotenleder wie Krokodil vervielfachen den Preis. Wer eine Birkin-Tasche als Wertanlage sucht, ist mit einem strapazierfähigen Standardleder meist am sichersten.

Farbe

Neutrale Töne wie Schwarz, Gold, Étoupe und Craie sind zeitlos und wertstabil. Saisonale Modefarben verlieren dagegen schneller an Wert.

Beschläge und Zustand

Gold- und Palladium-Beschläge sind Standard. Der Zustand ist beim Kauf einer gebrauchten Tasche der wichtigste Preisfaktor: Eine Birkin-Tasche in sehr gutem Zustand mit Staubbeutel, Box und Kaufbeleg erzielt deutlich mehr als ein stark abgenutztes Exemplar ohne Zubehör.

Warum ist die Birkin-Tasche so teuer?

Drei Faktoren treiben den Preis in die Höhe. Erstens die Fertigung: Jede Birkin-Tasche wird von einer einzigen Person in Handarbeit gefertigt, was etwa 18 bis 25 Stunden in Anspruch nimmt. Zweitens die künstliche Verknappung: Hermès produziert bewusst weniger, als der Markt verlangt. Drittens der Status: Die Birkin ist längst mehr als eine Tasche, sie ist ein Symbol. Diese Kombination sorgt dafür, dass die Nachfrage das Angebot dauerhaft übersteigt.

Die Warteliste: Warum man eine Birkin nicht einfach so kaufen kann

Wer in eine Hermès-Boutique geht und eine Birkin-Tasche verlangt, bekommt sie nicht. Hermès vergibt die Taschen nach eigenem Ermessen, meist an Kundinnen und Kunden mit entsprechender Kaufhistorie. Wartezeiten von mehreren Jahren sind üblich, und eine Zusage gibt es nie. Genau deshalb ist der Pre-Owned-Markt für die meisten der einzige realistische Weg zu einer Birkin. Bei Hermès Second Hand auf LOOP gibt es keine Warteliste.

Die teuerste Birkin-Tasche der Welt

Im Juli 2025 wurde in Paris der originale Birkin-Prototyp versteigert, jene Tasche, die Hermès einst für Jane Birkin selbst anfertigte. Zuschlag: 8,6 Millionen Euro inklusive Aufgeld. Damit ist sie die teuerste Handtasche, die je verkauft wurde. Auch regulär gehandelte Exemplare aus Krokodilleder mit Diamantbesatz erreichen Preise im hohen sechsstelligen Bereich.

Birkin oder Kelly: Was ist teurer?

Bei vergleichbarer Größe und Lederart ist die Birkin in der Regel teurer als die Kelly, oft um einige tausend Franken. Der Grund ist schlicht die höhere Nachfrage. Auf dem Pre-Owned-Markt schrumpft dieser Abstand allerdings, weshalb eine Kelly für viele der klügere Einstieg in die Hermès-Welt ist: dieselbe Handwerkskunst, dieselbe Wertstabilität, etwas günstiger.

Die Geschichte hinter der Birkin

1984 saß die Schauspielerin Jane Birkin im Flugzeug neben Jean-Louis Dumas, dem damaligen Hermès-Chef. Ihre Strohtasche fiel um, der Inhalt verteilte sich. Sie beklagte sich, es gebe keine schöne Tasche, die auch praktisch sei. Dumas entwarf ihr eine. Die Birkin-Tasche war geboren, und aus einer Beschwerde wurde die begehrteste Handtasche der Welt.

Die Birkin-Tasche als Wertanlage: die Wertentwicklung

Die Birkin gilt als eine der wenigen Handtaschen mit nachweisbarer Wertsteigerung. Untersuchungen zeigen für die letzten Jahrzehnte eine durchschnittliche jährliche Wertsteigerung im mittleren einstelligen Prozentbereich, womit sie viele klassische Anlageklassen übertroffen hat. Entscheidend sind jedoch Zustand, Größe, Farbe und Vollständigkeit. Eine Garantie gibt es nicht, und wer eine Birkin nur als Investition kauft, sollte wissen: Der Markt ist eng und wenig liquide.

Wer den Einstieg in die Hermès-Welt sucht, muss nicht unbedingt zur Birkin greifen. Modelle wie die Herbag, die Evelyne oder die Constance bieten dieselbe Handwerkskunst zu einem Bruchteil des Preises und sind ebenfalls wertstabil. Auch bei Chanel und Louis Vuitton gibt es Klassiker, die ihren Wert gut halten.

Birkin-Tasche aus zweiter Hand kaufen: Darauf solltest du achten

  • Echtheit: Überprüfe Nähte, Stempelung, Metallbeschläge und Blindprägung. Lass die Tasche im Zweifelsfall begutachten.
  • Zustand: Ecken, Henkel und Lederoberfläche weisen als Erstes Gebrauchsspuren auf. Fordere Detailfotos an.
  • Vollständigkeit: Staubbeutel, Box, Schloss, Schlüssel und Clochette gehören dazu und beeinflussen den Preis spürbar.
  • Verkaufsort: Kaufe nur dort, wo Verkäufer verifiziert sind und die Zahlung geschützt abläuft.

Auf LOOP ist jede Verkäuferin und jeder Verkäufer verifiziert, die Abwicklung läuft geschützt über den Money Guard, und jedes Stück kann über unsere Echtheitsprüfung verifiziert werden. Stöbere direkt in unseren Second-Hand-Handtaschen.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet eine Birkin-Tasche neu?

Eine Hermès Birkin-Tasche kostet neu etwa 9'000 bis 11'000 CHF für die Birkin 25 aus Standardleder. Die Birkin 30 liegt meist zwischen 11'000 und 14'000 CHF, die Birkin 35 darüber. Bei exotischen Lederarten wie Krokodil oder bei seltenen Farben steigen die Preise schnell auf ein Vielfaches.

Wie teuer ist die teuerste Birkin-Tasche der Welt?

Im Juli 2025 wurde der originale Prototyp der Birkin, der für Jane Birkin selbst angefertigt wurde, in Paris für 8,6 Millionen Euro inklusive Aufgeld versteigert. Das ist der höchste Preis, der je für eine Handtasche bezahlt wurde. Regulär gehandelte Exemplare aus Krokodilleder mit Diamantbesatz erreichen Preise im hohen sechsstelligen Bereich.

Warum kostet eine Birkin-Tasche so viel?

Drei Gründe: Jede Birkin wird von einer einzigen Kunsthandwerkerin oder einem Kunsthandwerker in etwa 18 bis 25 Stunden komplett von Hand gefertigt. Hermès begrenzt die Produktion bewusst, sodass die Nachfrage das Angebot dauerhaft übersteigt. Und die Tasche ist zu einem Statussymbol geworden, was den Preis zusätzlich in die Höhe treibt.

Was ist teurer, eine Birkin oder eine Kelly-Tasche?

In der Regel ist die Birkin teurer. Bei vergleichbarer Größe und Lederart liegt sie meist einige tausend Franken über der Kelly. Der Grund ist die höhere Nachfrage: Die Birkin gilt als die begehrtere der beiden Ikonen. Auf dem Pre-Owned-Markt fällt der Unterschied allerdings oft geringer aus, weshalb eine Hermès Kelly der klügere Einstieg sein kann.

Warum gibt es eine Warteliste für die Birkin-Tasche?

Hermès verkauft die Birkin nicht frei im Laden. Wer eine haben möchte, muss in der Regel eine Kaufhistorie bei Hermès aufbauen, und selbst dann ist die Zuteilung nicht garantiert. Wartezeiten von mehreren Jahren sind normal. Genau deshalb ist der Gebrauchtmarkt für viele der einzige realistische Weg zu einer Birkin.

Steigt der Wert einer Birkin-Tasche wirklich?

Historisch gesehen ja. Studien zeigen für die Birkin über die letzten Jahrzehnte eine durchschnittliche jährliche Wertsteigerung im mittleren einstelligen Prozentbereich, womit sie viele klassische Anlageklassen übertroffen hat. Entscheidend sind Zustand, Größe, Farbe und Vollständigkeit. Eine Garantie ist das allerdings nicht.

Birkin 25, 30 oder 35: Welche Größe ist die beste Investition?

Die Birkin 25 ist derzeit die begehrteste Größe und erzielt die höchsten Aufschläge gegenüber dem Neupreis. Die Birkin 30 gilt als der vielseitigste Alltagsbegleiter und ist ebenfalls sehr wertstabil. Die Birkin 35 ist geräumiger, aber weniger gefragt und daher oft günstiger zu haben.

Wo kann ich eine Birkin-Tasche in der Schweiz sicher kaufen?

Auf einem kuratierten Marktplatz mit Echtheitsprüfung. Bei LOOP sind alle Verkäuferinnen und Verkäufer verifiziert, die Zahlung läuft geschützt über den Money Guard, und jedes Stück kann über unsere Echtheitsprüfung verifiziert werden.

Fazit

Der Preis einer Birkin-Tasche erklärt sich durch Handarbeit, bewusste Verknappung und Status. Wer eine Birkin-Tasche haben möchte, kommt an der Warteliste nur über den Pre-Owned-Markt vorbei. Und wer sie als Wertanlage betrachtet, sollte auf zeitlose Farben, gängige Größen und einen sehr guten Zustand achten. Bei LOOP kaufst du geprüft, geschützt und nachhaltig, denn jedes gebrauchte Stück verlängert die Lebensdauer eines bereits hergestellten Objekts. Besitzt du selbst eine Hermès-Tasche? Dann verkaufe sie bei LOOP.

LOOP steht weder mit den genannten Marken noch mit deren Tochtergesellschaften in Verbindung und ist von diesen nicht autorisiert. Alle Marken gehören ihren jeweiligen Eigentümern. Preisangaben sind Richtwerte und stellen keine Anlageberatung dar.

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